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GSPDA Xplore M28

Xplore M28 vorne Die Firma GSPDA ist in Deutschland durch das Quelle Universum Smartphone (eine überarbeitete europäische Version des Xplore G18) bekannt geworden. Das mittlerweile dritte Modell namens Xplore M28 ist das erste PalmOS 5-Smartphone von GSPDA. Der Slidermechanismus vom Xplore G88 wurde übernommen und die Bildschirmauflösung von 160*220 Pixeln ist geblieben (dazu später mehr). Ansonsten ist das ein komplett neues Gerät, was in der asiatischen 3-sprachigen Version mit Englisch, trad. Chinesisch und einfachem Chinesisch geliefert wird.

Lieferumfang

Xplore M28 LieferumfangDas 132g schwere PalmOS 5.4-Smartphone wird mit einem 1000mAh-Akku und einem 110-240V Netzteil geliefert, das allerdings nur durch den mitgelieferten Adapter in deutsche Steckdosen passt. Mit dabei ist natürlich ein USB-Synckabel durch das das M28 auch geladen wird, allerdings hat man nicht die Möglichkeit USB-Synckabel und Netzteil gleichzeitig anzuschliessen. Das Laden über den USB-Port dauert wesentlich länger, wer also schnell aufladen will muss das Netzteil anschliessen. Auf der CD-ROM befindet sich der Palm Desktop und Extras, um die Verpackung der CD nicht zu beschädigen wurde nicht genauer geforscht. Das beiliegende Handbuch ist auf chinesisch, wer dieser Sprache nicht Herr ist, kann aber im Netz eine englische Anleitung als PDF runterladen: Xplore M28-Seite, es kann auch ein englisches Handbuch auf der CD-ROM sein.

Für Telefonate und zum MP3 hören ist ein Stereo-Headset mit Gesprächs-Annahmetaste dabei. Zum Schutz beim Transport ist eine Gürteltasche aus einer Leder/Nylon-Kombination mit einem unsichtbaren Magnetverschluss im Lieferumfang. Für allzu breite Gürtel ist diese Tasche allerdings nicht geeignet. Das Paket wird abgerundet durch einen 2. Stylus und eine 32MB SD-Karte.
 

Von Aussen

Xplore M28 von links Das M28 ist von der Größe her mit einem Sony Ericsson T610 vergleichbar, es ist nur 2 mm dicker und 2 mm breiter. Ein Antennenstummel fehlt bei dem Tri-Band-Smartphone. Von vorne sieht man den Bildschirm mit dem virtuellen Graffitifeld in einer Auflösung von 160x220 Pixeln, einen 5-Wege-Navigator und 5 Tasten. Die Tasten dienen zum Gespräche annehmen und beenden, um die Kamera aufzurufen, bestimmte Operationen abzubrechen und um einen Schritt zurückzugehen, bzw. in den Launcher zu gelangen. Aufgeschoben erscheint zusätzlich eine handyübliche numerische Tastatur mit einer blauen Tastenbeleuchtung. Oben am Gerät befindet sich eine LED, die den Betriebszustand anzeigt und auch von vorne gut sichtbar ist. Neben dem An-/Aus-Knopf findet man auch eine Öse um eine Handschlaufe oder Halsband zu befestigen.

Xplore M28 von rechtsDas Stylusfach mit dem Teleskopstylus ist von der Unterseite erreichbar. An dieser befindet sich auch der kombinierte Sync-Lade-Anschluss der durch eine Plastikabdeckung gegen Staub und Schmutz geschützt ist. Links findet man die Buchse für das Headset, ebenfalls geschützt durch eine Plastikabdeckung. Auf der rechten Seite des M28 befinden sich eine schmale Wippe zur Lautstärkeregelung, das Loch für den Reset, eine Infrarotschnittstelle und ein SD-Kartenschacht. Der SD-Kartenschacht enthält zum Schutz einen Plastik-Dummy und ist nicht SDIO-kompatibel. Zu guter Letzt finden sich der Akku, die VGA-Kamera (640x480) und ein kleiner Spiegel um Selbstportraits zu vereinfachen auf der Rückseite. Alarme und Musik lassen sich durch den auf der Rückseite angebrachten Lautsprecher gut und laut hören, für dezentere Alarmierungen ist auch ein Vibrationsalarm eingebaut.


 

Das Innenleben

Xplore M28 Graffitifläche Der ARM9-Prozessor mit 168 Mhz geht schnell zu Werke und es ist ein angenehmes Arbeiten möglich. Das OS 5.4-Gerät hat insgesamt 32 MB internen Speicher, der allerdings aufgeteilt ist in 16 MB RAM, von denen nach dem Start nur noch 8 MB RAM zur Verfügung stehen durch die im Lieferumfang installierte Software, und 16 MB Backup-Speicher, die nur mit dem im ROM liegenden Backup-Programm im Zugriff sind.

Der Farb-Bildschirm mit 160x220 Bildpunkten ist mit hochgeklappter virtueller Graffiti 2-Fläche 160x160 Bildpunkte groß und somit PalmOS-Standard. Die meisten Programme funktionierten einwandfrei, vereinzelt wurde sogar der virtuelle Graffitibereich schon mitgenutzt. Wie man an den nur 8 MB nutzbaren RAM erkennen kann ist das Smartphone vollgepackt mit Zusatzsoftware. Dazu gehören neben den PalmOS-Standardapplikationen Adressen, Kalender, Aufgaben und Memos auch Spiele, wie Bejeweled, Bookworm, GTS Racing, Megabowling und Zap!2016. Außerdem wie schon erwähnt ein hauseigenes Backupprogramm was die Sicherung auf den eigenen nichtflüchtigen Speicher im Telefon oder auf eine SD-Karte schreiben kann. Als Optionen kann man automatische regelmäße Sicherungen und eine Notfallsicherung bei schwacher Batterie einstellen. Wenn eine Sicherung im Zugriff ist fragt das M28 nach einem Hardreset ob die letzte Sicherung direkt eingespielt werden soll.

Für die Kommunikation wird in dem GPRS-Smartphone ein POP3-Mailclient der Anhänge unterstützt, Programme für SMS und MMS und ein WAP 2.0-Browser mitgeliefert. Für den Büroalltag können Excel und Worddokumente direkt mit den passenden Quickoffice-Komponenten bearbeitet werden. Was den Multimedia-Bereich angeht bringt das kleine Gerät auch eine ganze Menge mit. Mit der VGA-Kamera sind Fotos und Videoaufnahmen möglich. Verschiedene Auflösungen und ein 2-fach-Zoom sind einstellbar. Programme zur Photo- und Videowiedergabe sind selbstverständlich, aber auch ein Programm zur Nachbearbeitung von Fotos ist direkt mit installiert. Polyphone Klingeltöne (MIDI und MP3), ein MP3-Player und ein Diktiergerät sind auch dabei.
 

Da die Bilder in der Größe reduziert wurden und dadurch die Bildschirmqualität schlechter dargestellt wird, hier nochmal das Display solo (Durch Klick auf die Bilder geht zur höheren Auflösung).

Xplore M28 Display

Telefon

Xplore M28 Tastaturbeleuchtung Das Telefon hat eine gute Sprachqualität sowohl beim Anrufer als auch beim Angerufenen. Nummern kann man direkt aus den Adressen, über die herausgeschobene Tastatur oder über eine Bildschirmtastatur wählen. Auch eine Schnellwahl mit Foto ist möglich. Alle sonstigen Einstellungen wie Rufumleitungen, Sperrungen, PIN-Änderung etc. sind über die Menüs erreichbar. Auch verschiedene Umgebungsprofile lassen sich einstellen. Leider ist die Bedienung nicht durchgängig mit dem 5-Wege-Navigator möglich, so dass man entweder mit etwas Übung mir dem Finger tippen oder den Stylus zücken muss. Die Adressenapplikation ist so erweitert, das man jedem Kontakt neben dem Geburtstag (mit Erinnerung) einen eigenen Klingelton und ein Foto zuordnen kann. Bei Anrufen werden die Namen aus dem Adressbuch angezeigt, wenn vorhanden dann auch das zugewiesene Foto.
 

Fazit

Das Gehäuse knarzt ein wenig, macht aber ansonsten einen stabilen Eindruck. Die Smartphones von GSPDA stellen durch ihre Größe meiner Meinung nach eher ein Handy mit einem PDA-Teil dar. Der Treo ist dagegen eher ein PDA mit einem Handyteil. Dadurch werden verschiedene Zielgruppen angesprochen und selbst wenn man schon einen PalmOS-PDA nutzt kann das M28 als Handy durchaus Sinn machen.

Denn welches Handy bietet schon so eine große Auswahl von Zusatzsoftware (besonders im Freewarebereich)?
z.B. die Auswahl an verschiedenen Kalenderprogrammen, Adressverwaltungen, etc.

Da im Lieferumfang eine Tasche und ein Headset dabei sind benötigt man kein zusätzliches Zubehör um das Smartphone unterwegs geschützt bei sich zu tragen oder im Auto zu benutzen. Durch den eingebauten SD-Kartenschacht läßt sich das M28 auch leicht erweitern und selbst die Wikipedia läuft damit ;)

 

Vielen Dank an die Firma N-Circle für das bereitgestellte Testexemplar. Das Gerät ist etwas schwer in Deutschland zu bekommen, bei N-Circle bekommt man es mit oder ohne Mobilfunkvertrag. Der Preis liegt zwischen 80 und über 400 EUR (Stand: April 2005)

Thomas (Toem) Dornscheidt
Palm User Group Neuss/Düsseldorf

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